Jeannette Geissmann

Architekten HTL/SIA

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2026
Sanierung und Erweiterung ehem. Pfarrhaus in Nesslau SG

Bauherrschaft
evangelisch- reformierte Kirchgemeinde Nesslau

Planungsteam
Architekt: Geissmann Architektur, St. Gallen
Bauleitung: Architekturbüro Wickli + Partner AG
Lichtplanung: Andreas Gut

Mitarbeit
Pascal Sutter
Fabio Pizzingrilli
Jeannette Geissmann

Termine
Studie Sommer 2023
Baueingabe Sommer 2025
Ausführung Frühling 2026 bis Frühling 2027

Ausgangslage
Mit dem Leerstand des ehemaligen Pfarrhauses eröffnet sich die Chance, den historischen Bestand behutsam weiterzubauen und einer zeitgemässen öffentlichen Nutzung zuzuführen. Durch die Umnutzung des Bestands und einer Erweiterung des Gemeindesaals werden die räumlichen Qualitäten den heutigen Anforderungen angepasst. Zusammen mit der Kirche entsteht ein funktional verknüpftes Ensemble für Begegnung, kirchliche Verwaltungen und Gemeindeleben. Die Lage im Ortsbildschutzgebiet erfordert einen sensiblen Umgang mit dem Bestand und seiner ortsbildprägenden Wirkung.

Konzept
Das ehemalige Pfarrhaus wird durch einen klar ablesbaren Neubau erweitert. Die Fuge zwischen Alt und Neu wird – in Anlehnung an die historischen Lauben des Toggenburgs – als gedeckte Laube ausgebildet und vermittelt räumlich wie funktional zwischen den beiden Baukörpern. Im Erdgeschoss erweitert der Anbau den Gemeindesaal und schafft flexible Räume für Veranstaltungen, Begegnungen mit einer zeitgemässen Infrastruktur. Die Obergeschosse nehmen die Kirchenverwaltung auf, während das Sockelgeschoss künftig als Jugendraum genutzt wird.

Gestaltung und Materialisierung
Der Bestand wird energetisch erneuert und mit einem hellen Fassadenanstrich in Ölfarbe behutsam aufgewertet. Der Erweiterungsbau des Gemeineesaales fügt sich mit einer naturbelassenen Holzschindelfassade harmonisch in den historischen Kontext von Kirche und Pfarrhaus ein. Innere Verkleidungen aus Weisstanne, ein warmes Lichtkonzept sowie Bodenbeläge aus Zement und Linoleum schaffen athomsphärische Räume. Vorgefertigte Holzbauelemente, natürliche Materialien, eine zeitgemässe Gebäudetechnik mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Anbaus, stehen für den ressourcenschonenden, zeitgemässen Charakter der neuen Räume der Kirchgemeinde.