Jeannette Geissmann

Architekten HTL/SIA

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2017 / laufend
Sanierung Siedlung Hagenbuch St. Gallen
Sozialer Wohnungsbau
Direktauftrag

Bauherrschaft
Wohnbaugenossenschaft 1904, St. Gallen
(älteste Wohnbaugenossenschaft in der Stadt St. Gallen)

Planungsteam
Architektur: Geissmann Architektur, St. Gallen
Bauleitung: H.P. Jahn GmbH, St. Gallen
Farbberatung: Esther Rütimann

Mitarbeit
Fabian Zähnler
Andi Keller
Ryan Neubauer
Jeannette Geissmann

Bauaufgabe
Laufende Gesamt-Sanierung 15 Wohnhäuser aus der Jahrhundertwende.
Bei 8 Wohnhäusern wird NEU ein Aufzug eingebaut

Termine
Gesamtkonzept 2017
Ausführung, jeweils 1 Gebäude, ab 2018 laufend

Bilder
Blenderstudios, Roger Nigger

Ausgangslage
Im Stadtgebiet Ost der Stadt St. Gallen wurde 1904 die Siedlung Hagenbuch erbaut. Sie befindet sich im Ortsbildschutzgebiet OSB.
Eigentümerin und Verwalterin ist bis heute die Wohnbaugenossenschaft 1904, welche sich dem sozialen Wohnungsbau verpflichtet hat.
Die Siedlung ist von 4 Strassen umgeben, an welche sich die 15 Gebäude um den Innenhof aufreihen (Hagenbuch-, Goldbrunnen-, Flurhof- und Röschstrasse).
Der Innenhof ist nur für den Langsamverkehr zugänglich und sozialer Treffpunkt sowie die grüne Lunge der ganzen Siedlung.
In 5 Bereichen wechseln sich Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und Grünflächen mit Bäumen ab.

Konzept
Die gesellschaftliche und soziale Entwicklung des letzten Jahrzehntes verlangt nach grösseren Wohnungen, alters- und rollstuhlgerechte Erschliessung der Wohnungen sowie zeitgemässe Ausstattung der Küchen und Bad/Du/WC. Der Vorstand beschliesst im Jahr 2017 deswegen eine weitere Sanierungsrunde für die 15 Gebäude der Siedlung, die Umsetzung ist über mehrere Jahre geplant.
Im Sanierungs-Konzept werden in sämtlichen Wohnungen die Nassräume und Küchen erneuert, 8 Gebäude erhalten einen Aufzug und 4 Gebäude werden für den ebenerdigen Zugang zum Aufzug mit einem neuen Eingangsvorbau ergänzt.

Gestaltung und Materialisierung
Die historischen Fassaden mit dem Farbkonzept von den Architekten Gräflich + Monard bleiben erhalten und werden dezent aufgefrischt.
Für die Innenräume wurde in Zusammenarbeit mit Esther Rütimann ein Gesamt-Farbkonzept von den Treppenhäuser bis in die Wohnung erarbeitet,
diese neue erdigen Farbtöne harmonieren mit dem bestehenden Farbklang im Innern. Im Zuge der Wohnungssanierungen wird der Boden mit neuen farblich abgestimmten Parkett + Linolboden aufgewertet sowie die bestehenden Holztüren und Holzwerke teilweise aufgefrischt.

Energie und Technik
Die zentrale Zulieferung für die Raumwärme in den Wohnungen wird nach Überprüfung beibehalten.
Um den Wärmeverlust zu verringern ist neu die Warmwassererzeugung für die sanitären Installationen dezentral gelöst,
das heisst jedes Gebäude erhält einen eigenen Warmwasserboiler.