Jeannette Geissmann

Architekten HTL/SIA

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2025
Studie Provisorium, Universität St. Gallen

Bauherrschaft
Universität St. Gallen

Planungsteam
Architekt: Geissmann Architektur 
Kosten: Gloor Gottardo Baumanagement
Beratung Holzbau: Blumer Lehmann
Beratung Haustechnik: Inpla AG

Mitarbeiter
Sandra da Silva Soares 
Michelle Hartmann
Jeannette Geissmann

Termine
1. Studie 2018
finale Studie 2025

Ausgangslage
An der Universität St.Gallen besteht im Bereich der Lehre ein bedeutendes Flächendefizit. Die Universität beauftragt uns im Jahr 2018 mit der Erarbeitung einer Studie für ein Lehrraumprovisorium in Holzbauweise. Das schmale Grundstück liegt östlich des Universitätscampus von Walter Förderer, in einem Grünraum zwischen dem Square-Gebäude von Sou Fujimoto, den Schrebergärten und dem Helvetia-Gebäude von Herzog & de Meuron. Unsere optimierte Variante der Studie bildet 2025 die Grundlage für die vom kantonalen Hochbauamt St.Gallen lancierte Generalplaner-Ausschreibung.

Konzept, Idee & Gestaltung
Ortsbaulich führen wir die orthogonale Geometrie des Uni-Campus weiter und entwickeln einen länglichen Baukörper mit 18 Lehrräumen à 100 m² sowie zusätzlichen Seminarräumen. Ergänzend entstehen im Innern Freiräume für Workshops, Infrastruktur und Technik.

Nachhaltigkeit und der Re-Use-Gedanke sind bereits integraler Bestandteil der Studie und zentrale Vorgaben der Bauherrschaft. Das Gebäude ist als Holzhybrid-Elementbau mit einer klaren Rasterstruktur konzipiert. Der effiziente Grundriss wird durch gezielte Lichteinschnitte und kleine Terrassen atmosphärisch aufgewertet. Eine allseitig umlaufende Metallstruktur trägt einen vertikalen Garten, welcher als Schattenspender für die Innenräume dient. Der Holz-Elementbau und vertikale Fassadenbegrünung prägen das architektonische Konzept und stärken die Einbindung des Baukörpers in seinen landschaftlichen und ortsbaulichen Kontext.

Der mögliche Rückbau und Wiederaufbau der Holzkonstruktion werden für eine Mindestlebensdauer von einigen Jahrzehnten konzipiert. Eingriffe in Terrain und Fundation werden auf ein Minimum reduziert und somit auf einen tiefen CO₂-Verbrauch sowie Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Ein energieeffizientes Haustechnikkonzept nach Low-Tech-Prinzipien wird bereits in der Studie mitgedacht.