Geissmann Architektur
Architekten HTL/SIA
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2017
Neubau Altersheim mit Alterstourismus
In Alpendorada e Matos im Douro-Tal, Portugal
(Privater Studienauftrag 1. Rang)

Planungsteam:
Architekt:
ARGE Jeannette Geissmann Architektur
mit Sandra Soares Architektin

Partnerbüro in Portugal:
Célia Magalhães Arquitectos Associados, Porto PT

Bauherrschaft:
D’Rasa Lda, Alpendorada, Marco de Canaveses PT

Bauaufgabe
Neubau Altersheim mit Tourismus in Portugal

Termine
Projekt 2017/ 2018
Ausführung geplant: 2019 bis 2021

Visualisierungen
Imagine We Create, Porto PT

Ausgangslage
Viele Rentner wählen Portugal, um ihren Lebensabend zu verbringen. In der Gemeinde «Alpendorada e Matos» soll ein Altersheim für Menschen der umliegenden Gemeinden und für ausländische Pensionäre entstehen. Alpendorada e Matos befindet sich 50 Kilometer östlich von Porto und liegt direkt am Fluss Douro. Freigestellte Ruralbauten prägen das ländliche Ortsbild. Das historische Kloster «Convento de Alpendorada» über dem Douro ist die Hauptattraktion für Besucher.
Private Investoren gaben einen Architektur-Studienauftrag für einen Neubau mit 32 Bewohnerzimmern, einem Speisesaal, Wohnräumen und einem Wellnessbereich mit Sportmöglichkeiten in Auftrag. Dabei galt es, die Vorgaben des Europa-Tourismus einzuhalten.

Idee und Konzeption
Der plastische Kubus fügt sich sanft und dennoch prägnant in das leicht abfallende Terrain ein. Die Baute besetzt die Parzelle bis an den Strassenraum. Im Inneren bildet ein grosszügiger, schattenspendender Hof das Herzstück des Komplexes. Dieser Hofraum schafft eine urbane Atmosphäre und ist über Rampen und Treppenanlagen mit der Umgebung und den umliegenden Gärten verbunden.
Im Erdgeschoss befinden sich der Empfang und der öffentliche Speisesaal, über den man auch den Hof und den Garten betritt. In den oberen Geschossen reihen sich die Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner um den Innenhof. Sie bieten eine reizvolle Aussicht auf die Weingebiete in der Umgebung.

Gestaltung und Materialisierung
Die solide Aussenhülle aus massiven Granitsteinen umschliesst das gesamte Volumen wie eine Schale. Der Naturstein wird direkt im örtlichen Steinbruch abgebaut und verarbeitet. Die Fassadenhaut im Hofinnern wird durch viel Glas und einen lichtdurchlässigen Filter aus Stein geprägt und wirkt dadurch mediterran-warm. Durch die Kombination der Materialien entstehen schöne Sichtbezüge und Lichtstimmungen nach innen und aussen.